Kirche




Art: Architekturteile

Bezeichnung: Gesamtansicht
Stil: /
Ikonographie:

BAUBESCHREIBUNG
Die Pfarrkirche von Wolfsgraben (Heiligstes Herz Jesu) ist ein neoromanischer Bau, der an die Gebäude der Kalasantiner-Kongregation angeschlossen ist. Ursprünglich im Jahr 1898 gestiftet, kam es auf Grund finanzieller Schwierigkeiten zu zwei längeren Bauunterbrechungen, bevor die Kirche 1907 nach Übernahme der Bauarbeiten durch den Orden fertiggestellt wurde. 1935 wurde Wolfsgraben zur Pfarre erhoben. 1960 wurden Sakristei und Taufkapelle neu gestaltet. Renovierungen erfolgten 1977/79 und 1998/2000.

AUSSENANSICHT: Das dreijochige Langhaus der Kirche liegt unter einem Satteldach und hat an den Seiten große, rundbogige Trichterfenster; dazu sind die Wände mit schmalen, strebepfeilerartigen Wandvorlagen und Blendbögen strukturiert.
Der etwas eingezogene Chor ist polygonal geschlossen und weist eine entsprechende Gliederung auf. Er wird von spitzgiebelig überdachten Strebepfeilern gestützt. Nordseitig ist der Chor mit dem Klostergebäude / Pfarrzentrum verbunden (Sakristei). Im Süden ist in den Chorwinkel ein eingeschossiger Kapellenanbau unter einem Walmdach angestellt. Diese Taufkapelle hat gekuppelte Fenster (Bi- und Triforium) und einen Zugang von der Westseite.
Die Westfassade hat unter der zentralen Fensterrose einen übergiebelten Portalvorbau; dessen Rundbogenportal ist von Säulen flankiert. Seitlich sind über quadratischem Grundriss ein kleiner eingeschossiger Anbau (Beichtkapelle) sowie der Turm dem Langhaus vorangestellt. Der Turm weist schmale Rundbogenfenster und gekuppelte Schallfenster unter einem Uhrenfeld auf. Er wird von einem Pyramidenhelm bekrönt.
Der gesamte Bau wird von einem steinsichtigen Sockelband aus Quadermauerwerk umzogen.

INNENRAUM: Der Saalraum hat einen offenen, holzverschalten Dachstuhl und schlichte, ungegliederte Seitenwände. Lediglich die Fenster sind von schmalen Stuckbändern eingefasst. Den etwas erhöhten Chor betritt man durch einen breiten, nur leicht spitzbogigen Triumphbogen, der von Säulen mit schablonierter Dekormalerei flankiert wird.
Der Chor wird von einem Rippengewölbe überspannt, das auf tief herabgezogenen Konsolsäulchen ruht. Letztere weisen ebenfalls eine Schablonenmalerei auf.
Im Westen des Langhauses ist eine Orgelempore eingehängt; ihre gerade, hölzerne Brüstung ist mit Schnitzwerk dekoriert. Die dahinter liegende Portalvorhalle hat ein Kreuzgratgewölbe.