Hl. Josef




Art: Statue

Bezeichnung: Hl. Josef
Stil: Späthistorismus
Ikonographie:

JOSEF
Joseph (hebr. "Gott hat hinzugefügt"), dessen Geschichte in den Evangelien erzählt wird, stammte aus dem Geschlecht Davids, aus dem nach dem Zeugnis des AT der Messias hervorgehen werde, und lebte in Nazareth als Zimmermann. Er verlobte sich nach apokrypher Überlieferung als 80-jähriger Mann mit der Gottesmutter Maria. Als er erfährt, dass Maria schwanger ist, zweifelt er an ihrer Treue, ein Engel klärt ihn aber im Traum über den wahren Sachverhalt - sie sei `vom heiligen GeistA schwanger - auf und befiehlt ihm, das Kind Jesus zu nennen. Eine von den Römern angeordnete Volkszählung veranlaßt ihn, mit der schwangeren Maria nach Betlehem zu ziehen, wo Jesus schließlich auf die Welt kommt. Danach müssen sie nach Ägypten fliehen, um dem von Herodes, der um seine Macht fürchtete, befohlenen Kindermord zu entgehen. Als Herodes 4 n.Chr. stirbt, können sie zurückkehren und sich in Nazareth niederlassen. Seine letzte Erwähnung findet Josef, als er und Maria den 12-jährigen Jesus im Tempel - diskutierend mit den Schriftgelehrten - vorfinden. Josef dürfte vor der Taufe Christi gestorben sein. Eine später öfters dargestellte Legende aus dem im 2. Jh. entstandenen Jakobusevangelium berichtet von der Brautwerbung Josefs. Demnach war Maria Tempeljungfrau in Jerusalem und sollte einen Mann heiraten, der sie nicht berühren würde (sogen. "Josephs-Ehe"). Alle Bewerber waren Witwer und wurden dazu aufgefordert, einen Stab auf den Altar des Tempels zu legen. Der Stab Josefs grünte und erblühte, außerdem setzte sich eine Taube als Zeichen der göttlichen Bestätigung auf seinen Kopf.