Herz Jesu




Art: Statue

Bezeichnung: Herz Jesu
Stil: Moderne
Ikonographie:

HERZ JESU
Die ersten Darstellungen entstehen im 15. Jh. in Deutschland. In Zusammenhang mit der Verehrung der Heiligen Lanze und der Wundmale Jesu entstehen symbolische Darstellungen der Passion Christi mit dem verwundeten Herzen Jesu.
Dabei sind meist die Arma Christi (Leidenswerkzeuge) mitabgebildet wie in den Fünf- Wunden-Bildern, welche die Wundmale, das Kreuz, die Arma Christi und das Herz in ein geometrisches Schema zusammenfügen. Häufig ist das Herz auch von der Dornenkrone umrahmt.
Das Herz-Jesu wird im Bild symbolisch auch als Urquell des Altarsakraments und der damit gebotenen innigen Vereinigung mit dem Herzen Jesu dargestellt. Einige Darstellungen des 16. Jhs. zeigen das Herz-Jesu mit Flammen und Krone über dem Herzen und bilden dadurch schon eine Vorform der Bilder zur Verehrung des Herzen Jesu, wie sie in den folgenden Jahrhunderten üblich wird.
In den Visionen der hl. Maria Margarete Alacoque erscheint Christus der Nonne 1673 und zeigt ihr sein göttliches flammendes Herz. In den folgenden Darstellungen wird das Herz-Jesu mit der Inschrift "Charitas", mit drei Nägeln, mit Flammen und Kreuz aus der Herzöffnung, sowie der Dornenkrone als Rahmen um das Herz wiedergegeben.
Der Bildtypus des 18. Jhs. ist gekennzeichnet durch eine meist trichterförmige Öffnung im Herzsattel, aus welcher Flammen und ein Kreuz hervorkommen.
Die Darstellung findet sich immer häufiger auf Altären, dem meist ein Herz-Mariens gegenübergestellt wird. Dieses ist gekennzeichnet durch Lilien, Flammen und ist als Zeichen der Compassio mit einem Schwert durchdrungen.
Die Herzform wurde im späten 17. und frühen 18. Jh. oftmals für das Expositorium der Monstranzen verwendet, da hier die Liebe und Passion Christi mit dem Geschenk der hl. Eucharistie verbunden wird.